Blog Entertainment

USA: Mike Pompeo und John Bolton reisen in den Nahen Osten

=====================================
http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-mike-pompeo-und-john-bolton-reisen-in-den-nahen-osten-a-1246732.html
=====================================
[Tags]
=====================================
 Mehr als 18 Jahre lang haben die Vereinigten Staaten versucht, Jamal al-Badawi zu töten. Washington betrachtete den Qaida-Terroristen als Drahtzieher eines Terrorangriffs auf das Kriegsschiff “USS Cole” im Jahr 2000, bei dem 17 US-Soldaten getötet und Dutzende verletzt wurden. In der vergangenen Woche schlug das US-Militär im Jemen nun zu – mit einem Luftangriff.   Donald Trump lobte die gezielte Tötung. Wenn es nach dem US-Präsidenten geht, dann werden die US-Streitkräfte ihre Aktivitäten in der Region in diesem Jahr jedoch deutlich reduzieren. Das gilt besonders für Syrien.  Trump will die rund 2000 US-Soldaten aus dem Bürgerkriegsland abziehen, in dem die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) seiner Meinung nach besiegt ist und es ansonsten nur “Sand und Tod” gibt. Seine Entscheidung stieß national und international auf Kritik.  Nun reisen der Nationale Sicherheitsberater John Bolton und US-Außenminister Mike Pompeo in die Region. Pompeo wird in den kommenden acht Tagen in acht Ländern erwartet: Jordanien, Ägypten, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien, Oman, Katar und Kuwait. Bolton ist bereits im Nahen Osten und reist nach Gesprächen in Israel am Montag in die Türkei. Die beiden Spitzenpolitiker werden über vier Krisen sprechen.   Die Angst der syrischen Kurden vor der Türkei  “Die Vereinigten Staaten verlassen den Nahen Osten nicht.” Das ist die wichtigste Botschaft, die Pompeo bei seinem Besuch in der Region übermitteln möchte. So hat es ein hochrangiger Mitarbeiter des Außenministeriums vor dem Abflug seines Chefs erklärt. Vor allem die Kurden in Syrien fürchten eine Offensive der Türkei auf ihre Stellungen im Nordosten des Bürgerkriegslandes, sollte sich das US-Militär zurückziehen. Deshalb bemühen sich Pompeo und Bolton nun, den Eindruck zu zerstreuen, den ihr Präsident gerade erst vermittelt hat. DPA  Von der Türkei unterstützte Rebellen in Syrien  Vor einem endgültigen Abzug müssten mehrere Kriterien erfüllt sein. So müsste die Türkei eine Sicherheitsgarantie für die Kurden abgeben. Das ist ein klarer Widerspruch zu Trumps Äußerungen vom Dezember. Damals hatte der US-Präsident nach einem Telefonat mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan erst den US-Abzug verkündet und außerdem der Türkei freie Hand für einen Einmarsch in die von der kurdischen YPG-Miliz beherrschten Gebiete signalisiert.   Der Schattenkrieg zwischen Iran und Israel  Auch Israel ist besorgt über einen möglichen Rückzug der USA aus Syrien. Der jüdische Staat führt dort seit Jahren einen Schattenkrieg gegen den Erzfeind Iran, der schiitischen Schutzmacht des syrischen Diktators Baschar al-Assad. Bei seinem Besuch in Jerusalem betonte Bolton am Sonntag deshalb die “unverbrüchliche” Allianz zwischen den Vereinigten Staaten und Israel. AFP  John Bolton und Benjamin Netanyahu  Bolton traf neben Premier Benjamin Netanyahu auch Mossad-Chef Jossi Cohen. Der Nationale Sicherheitsberater erklärte vage, bei den Gesprächen sei es